Samstag, 5. Juli 2008

Elite - Denken und warum das ein Problem ist


Kennen Sie Elitedenken? Hä?! Was is'n das?

Ich habe mal "gegoogelt" und unter Wikipedia wird Elite wie folgt beschrieben:
(Nur weil ich in diesem Fall auf Wikipedia verweise, heißt es nicht das ich ansonsten mit allem was auf Wikipedia zu finden ist, einverstanden bin)

Elite kommt ursprünglich vom latinischen electus und bedeutet "ausgelesen". Darunter versteht man soziologisch Gruppen oder Schichten überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Bildungselite.

Als Gegenbegriff wird häufig „Masse“ oder auch „Durchschnitt“ („Normalbürger“) verwendet.

Nun werden sich die meisten von uns leider leider mit dem Begriff Masse, Durchschnitt, Normalbürger - eher identifizieren können. Scheiße, oder? Da haben wir halt Pech gehabt, wir sind nun mal nicht hochbegabt oder so. Wir sind eben Normalbürger. Und weil wir uns als solche betrachten, sind wir sehr leicht anfällig für elitäres denken. Manchmal genügt es schon einen bestimmten Job zu haben, eine bestimmte Funktion innerhalb einer Organisation zu haben, um sich als alles andere wie "normal" oder "Masse" zu betrachten. Wer ist schon gerne in der Masse, oder wer bezeichnet sich schon gerne als normal, durchschnittlich? Wir sind eben was besonderes. Und wenn wir nicht das Glück haben so einen Job oder so eine Funktion inne zu haben, dann sieht es scheiße für uns aus. Dann sehen wir entweder zur Elite rauf und werden Marionetten dieser, oder aber wir verachten die Elite, oder was noch viel schlimmer ist, sie ist uns egal, wir kümmern uns nicht um sie. Das ist deshalb viel schlimmer weil sie tuen und lassen können was immer sie wollen, weit weg von unserer Aufmerksamkeit. Wir wundern uns dann über die Auswirkungen der Elite auf uns, können aber keinen kausalen Zusammenhang herstellen und somit niemanden zu Verantwortung ziehen. Dann kommt halt so etwas wie die Immobilienkrise, Inflation, immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich - dabei raus um nur ein par wenige davon zu erwähnen, da die bekanntesten.

Als bestes Beispiel kann ich noch auf die Religion verweisen. Die Priester stellten die Elite dar. Alle schauten zu ihnen rauf und stellten ihre Entscheidungen nicht in Frage. Erstens weil die Entscheidungen angeblich von Gott eingegeben wurden und zweitens aus Angst sich den Vorwurf der Gotteslästerung aussetzen zu müssen. Heute sehen wir nun was uns diese selbsternannte Elite gebracht hat und uns teilweise immer noch bringt. Ausgrenzung, Krieg, Folter und Tod.

Zusammenfassen kann ich sagen, auch aus eigener Erfahrung, das jede Art von Elitedenken irgendwann mal dazu führt den Rest, die Massen, eine bestimmte Gruppe oder Minderheit zumindest, alles das einem ja nun nicht mehr ebenbürtig ist, als etwas niedrigeres zu betrachten. Und etwas das ich selbst als nicht gleichwertig betrachte, kann ich leichter anlügen und ausbeuten, überwachen oder schaden, ausrotten, ausliefern, etc. ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu bekommen. Die Nazis bauten ihr ganzes System auf darauf.

Vor den Gesetz sind angeblich alle gleich, so steht es in unserem noch gültigen Grundgesetz. Aber bekanntlich sind manche gleicher.

Wenn man es aber aus Gottes Sicht betrachtet, wenn man es aus der Sicht betrachtet wie wir alle auf die Welt kommen und wie wir diese Welt verlassen, dann offenbart es sich uns das wir wirklich alle gleich sind. Wir sollten aufhören zu unterscheiden, zwischen schwarz und weiß, zwischen arm und reich, jung und alt, Ausländer oder nicht Ausländer. Wenn wir aufhören werden zu urteilen und zu trennen (teile und herrsche), werden wir auch dadurch, mehr Zeit haben um uns mit den Dingen zu beschäftigen die wirklich von Bedeutung für uns sind, die einen Einfluss auf unser tägliches Leben haben. Es ist unglaublich wie sich dann einen plötzlich Dinge, von selbst offenbaren.

Freitag, 4. Juli 2008

Wie erkennt man Propaganda?


Ich habe mir schon viele Blogs im Internet angesehen, und die meisten sind sehr gut gemacht. Viele davon entlarven Propaganda aber leider habe ich nirgendswo eine Art Anleitung gefunden wie man Propaganda und Meinungsmache erkennen und falls gewünscht, ausfiltern kann. Ich habe mit der Zeit selbst gelernt Meinungsmache zu erkennen und auszufiltern. Es ist nicht immer leicht so etwas zu erkennen. Es ist nicht leicht wenn diese gelenkte Meinung besonders subtil geschieht. Kein Medium, ich meine damit keine Zeitung, kein Fernsehsender, kein Newsletter, kein Blog ist von Falschinformation sicher. Es gibt zwei Arten von Falschinformation und Propaganda: unbeabsichtigte und beabsichtigte.

Die unbeabsichtigte Art von Propaganda ist sehr verbreitet und entsteht meistens aus gründen der Kostenersparnis. Die Redakteure haben entweder keine Zeit, keine Lust oder kein Budget zur Verfügung um vernünftig zu recherchieren. Deswegen ist mit der Zeit ein Phänomen des gegenseitigen Abschreibens entstanden. Redakteur a übernimmt Nachricht von Redakteur b, schreibt es ein wenig um und bringt es unter eigenem Namen raus. Natürlich kommt ein Redakteur c und schreibt wiederum von Redakteur b oder a oder beiden ab, gibt seinen eigenen Senf dazu ab und veröffentlicht es als eigene Arbeit. Das fatale jedoch daran ist das von Redakteur a bis Redakteur c oder weiter, keiner die Richtigkeit der Nachricht überprüft hat. Wenn also die Nachrichtenquelle von der Redakteur a seine Nachricht bezogen hat - falsch informiert, dann beteiligen sich Redakteur a,b,c usw. unwillentlich an der verbreitung der Falschinformation. Das Problem entsteht manchmal dadurch das man als Redakteur, keine alzu große Möglichkeit, Willen oder Zeit hat um eine Nachricht auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Gleichzeitg ist man Druck ausgesetzt etwas zu publizieren. Wenn die Nachricht von eins der großen Nachrichtenagenturen kommt, denken sich die meisten: warum soll ich das noch überprüfen? Es kommt von DPA oder von Reuters, also wird es schon stimmen.
Als Beispiel kann ich da eine Rede des Iranische Presidenten Mahmoud Ahmadenijad nennen. In dieser Rede wird ihm vorgeworfen, die Tilgung von Israel von der Landkarte geäußert zu haben.
Tatsächlich aber hat niemand die Rede überprüft, ob es stimmt das er das gesagt hat. Stattdessen wurde diese Nachricht ungeprüft übernommen und teilweise willentlich, teilweise unwillentlich - verbreitet. Jetzt, Monate später stellt sich heraus das er die tilgung Israels von der Landkarte überhaupt nicht ausgesprochen hat sondern das jemand, aus versehen natürlich, seine Rede falsch übersetzt hat. Das sind Tatsachen die jeder nachrecherchieren kann. Der Schaden ist aber angerichtet, die Nachricht verbreitet. US Politiker begründen teilweise heute noch ihre aggressive Haltung gegenüber Theran mit der angeblichen Rede über die tilgung Israels von der Landkarte.

Kommen wir nun zur bewussten Verbreitung von Falschinformation und/oder Propaganda.

Um das zu erläutern, müssen wir uns erstmal bewusst werden, warum jemand so etwas tut.
Es gibt viele Gründe für Falschinformation. Die Politik benutzt Falschinformation um die Bevölkerung auf ihren Kurs zu bringen oder zu halten, oder um sie für ihre Ziele zu gewinnen.
Die Konzerne benutzten Falschinformation um ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen.
Das beste Beispiel für Falschinformation oder Propaganda ist der aktuelle TV Spot von eOn. Vögel zwitschern, wasser plätschert, Spatziergang am Meer, Windräder, alles Friede Freude Eierkuchen. Kein Wort von Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke aus der eOn das meiste Strom bezieht.
Hier sehen wir also den Klassiker der Propaganda. Alle positiven Aspekte werden besonders hervorgehoben, die negativen werden komplett außer acht gelassen und verschwiegen, ols ob sie nicht existieren.
Oder nehmen wir ein anderes Bespiel, der Vertrag von Lissabon, auch bekannt als EU Verfassung 2.0. Nach dem Nein der Iren zu diesem Vertrag, habe ich gespannt die Berichterstattung im deutschen Fernsehen verfolgt. In den Tagesthemen wurde einleitend die Vorzüge einer EU Verfassung angepriesen und anschließend das Nein der Iren als "Entgleisung" angeprangert. Unter anderen, fiel die Frage: "Warum beißt man die Hand die einen Füttert?"
Zu den Gründen der Ablehnung heißt weiter, möglicherweise haben die Iren nicht verstanden um was es da geht und sind auf Numer sicher gegangen und haben mit Nein gestimmt. Im großen und ganzen, ist also das Irische Volk für die "Entgleisung" verantwortlich da sie es gewagt haben die Hand die sie füttert, zu beißen, und das auch noch durch ein demokratisches Mittel wie ein Referendum. Eine Frechheit, wie konnten sie es bloß wagen? Meiner Meinung nach ist das die Kernaussage dieser Berichterstattung, wenn man sie so nennen kann. Unter Tagesthemen.de kann sich jeder selbst informieren und sich in dem Archiv, die Sendung vom 13.06.2008 selbst ansehen.
Hier sehen wir eine beleidigte Art von Propaganda. Dennoch bleibt es Propaganda da sie versucht die Meinung der Menschen in eine Richtung zu lenken, nämlich in der Richtung der Lissabon Vertrag Befürworter. Die Bedenken des irischen Volkes werden ins lächerliche gezogen. Kein einziges Wort darüber warum die Iren es wirklich abgelehnt haben. Nämlich weil es unsozial und auf Aufrüstung - Militarisierung ausgerichtet ist. Weil es die nationale Souveränität untergräbt, ja sogar abschafft. Weil es die Todesstrafe einführt.

Als zusammenfassend kann ich sagen, für mich selbst erkenne ich Propaganda folgender Maßen:

Wenn in einer Reportage, Nachricht, Blog, TV Spot oder was auch immer, eine Sache übermäßig als positiv oder negativ dargestellt wird, wobei eine bestimmte Seite davon runtergespielt oder erst gar nicht erwähnt wird, dann schrillen bei mir die Propaganda - Alarmglocken. Jeder kann diesen Rat für sich selbst anwenden.

Unsere Medien behaupten von sich selbst unabhängig zu sein und erpressen teilweise von uns auch noch GEZ Gebühren (geschieht teilweise auch subtil, durch die GEZ Werbung, teilweise aber auch durch drastischere Maßnahmen wie ein Besuch durch die geliebten GEZ Fahnder).

Zu einer unabhängigen Berichterstattung gehört für mich, beide seiten einer Medaille präsentiert zu bekommen, ohne eine Seite davon besonders hervorzuheben oder zu vernachlässigen, wobei die Entscheidung darüber welche Seite ich für mich als richtig oder falsch betrachte, bei mir persönlich bleibt. Unsere Medien nehmen uns aber diese Entscheidung ab, und zwar durch eine voreingenommene Berichterstattung die uns eine Entscheidung über richtig oder falsch abnehmen will, in dem sie von vorneherein für uns festlegt was richtig und was falsch ist.