Kennen Sie Elitedenken? Hä?! Was is'n das?
Ich habe mal "gegoogelt" und unter Wikipedia wird Elite wie folgt beschrieben:
(Nur weil ich in diesem Fall auf Wikipedia verweise, heißt es nicht das ich ansonsten mit allem was auf Wikipedia zu finden ist, einverstanden bin)
Elite kommt ursprünglich vom latinischen electus und bedeutet "ausgelesen". Darunter versteht man soziologisch Gruppen oder Schichten überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Bildungselite.
Als Gegenbegriff wird häufig „Masse“ oder auch „Durchschnitt“ („Normalbürger“) verwendet.
Nun werden sich die meisten von uns leider leider mit dem Begriff Masse, Durchschnitt, Normalbürger - eher identifizieren können. Scheiße, oder? Da haben wir halt Pech gehabt, wir sind nun mal nicht hochbegabt oder so. Wir sind eben Normalbürger. Und weil wir uns als solche betrachten, sind wir sehr leicht anfällig für elitäres denken. Manchmal genügt es schon einen bestimmten Job zu haben, eine bestimmte Funktion innerhalb einer Organisation zu haben, um sich als alles andere wie "normal" oder "Masse" zu betrachten. Wer ist schon gerne in der Masse, oder wer bezeichnet sich schon gerne als normal, durchschnittlich? Wir sind eben was besonderes. Und wenn wir nicht das Glück haben so einen Job oder so eine Funktion inne zu haben, dann sieht es scheiße für uns aus. Dann sehen wir entweder zur Elite rauf und werden Marionetten dieser, oder aber wir verachten die Elite, oder was noch viel schlimmer ist, sie ist uns egal, wir kümmern uns nicht um sie. Das ist deshalb viel schlimmer weil sie tuen und lassen können was immer sie wollen, weit weg von unserer Aufmerksamkeit. Wir wundern uns dann über die Auswirkungen der Elite auf uns, können aber keinen kausalen Zusammenhang herstellen und somit niemanden zu Verantwortung ziehen. Dann kommt halt so etwas wie die Immobilienkrise, Inflation, immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich - dabei raus um nur ein par wenige davon zu erwähnen, da die bekanntesten.
Als bestes Beispiel kann ich noch auf die Religion verweisen. Die Priester stellten die Elite dar. Alle schauten zu ihnen rauf und stellten ihre Entscheidungen nicht in Frage. Erstens weil die Entscheidungen angeblich von Gott eingegeben wurden und zweitens aus Angst sich den Vorwurf der Gotteslästerung aussetzen zu müssen. Heute sehen wir nun was uns diese selbsternannte Elite gebracht hat und uns teilweise immer noch bringt. Ausgrenzung, Krieg, Folter und Tod.
Zusammenfassen kann ich sagen, auch aus eigener Erfahrung, das jede Art von Elitedenken irgendwann mal dazu führt den Rest, die Massen, eine bestimmte Gruppe oder Minderheit zumindest, alles das einem ja nun nicht mehr ebenbürtig ist, als etwas niedrigeres zu betrachten. Und etwas das ich selbst als nicht gleichwertig betrachte, kann ich leichter anlügen und ausbeuten, überwachen oder schaden, ausrotten, ausliefern, etc. ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu bekommen. Die Nazis bauten ihr ganzes System auf darauf.
Vor den Gesetz sind angeblich alle gleich, so steht es in unserem noch gültigen Grundgesetz. Aber bekanntlich sind manche gleicher.
Wenn man es aber aus Gottes Sicht betrachtet, wenn man es aus der Sicht betrachtet wie wir alle auf die Welt kommen und wie wir diese Welt verlassen, dann offenbart es sich uns das wir wirklich alle gleich sind. Wir sollten aufhören zu unterscheiden, zwischen schwarz und weiß, zwischen arm und reich, jung und alt, Ausländer oder nicht Ausländer. Wenn wir aufhören werden zu urteilen und zu trennen (teile und herrsche), werden wir auch dadurch, mehr Zeit haben um uns mit den Dingen zu beschäftigen die wirklich von Bedeutung für uns sind, die einen Einfluss auf unser tägliches Leben haben. Es ist unglaublich wie sich dann einen plötzlich Dinge, von selbst offenbaren.